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    krankheiten des Atmungssystems

    Asthma bronchiale äußert sich in wiederkehrend auftretenden, in seltenen Fällen auch konstanten Atemwegsverengungen, die auf einer chronischen Entzündung und in deren Folge auf eine Überempfindlichkeit der Bronchien gegenüber ganz unterschiedlichen Reizen beruht. Klinisch führt dies zu vermehrtem Husten in der Nacht oder bei Belastung und zu pfeifenden Atemgeräuschen bei der Ausatmung. Nicht selten kommt es zu einer Bronchitis oder Lungenentzündung.


    Ein Junge pustet seinen Atem in eine MessanlageViele Kinder haben eine Schlange gebildet und planschen mit nackten Füßen zwischen Sand und Meer



    Begleiterscheinungen erkennen und behandeln

    Krankheiten der Atemwege führen häufig auch zu einer Einschränkung der körperlichen Belastungsfähigkeit sowie zu Fehlzeiten in der Schule. Sie erhöhen auch das Risiko für psychische Probleme. Diese negativen Entwicklungen gilt es während eines rehabilitativen Verfahrens zu erkennen und spezifische Behandlungspfade zu entwickeln.

     


    Indikationen:

    • Asthma bronchiale
    • Wiederholte (obstruktive) Bronchitis
    • Heuschnupfen
    • Wiederholte Infekte der oberen Atemwege (Mandel-, Mittelohr-, Nasennebenhöhlenentzündung)
    • Gehäufte Lungenentzündungen, Fehlbildungen der  Lunge, Ziliendyskinesie (Kartagener Syndrom)


    Behandlungsziel

    Wesentliches Behandlungsziel ist die Schulung der Betroffenen im Umgang mit der Krankheit. Wir möchten erreichen, dass unsere Patienten ihre körperliche Belastbarkeit verbessern und ihre eigene Leistungsfähigkeit selbst richtig einschätzen lernen. Hierfür sind die Kräftigung des Bronchialsystems und der Immunabwehr erforderlich. Mittelfristig wird so die Lebensqualität verbessert und die Teilnahme an altersgerechten Aktivitäten ermöglicht. Die Kinder können anschließend wieder besser schlafen und regelmäßiger in den Kindergarten bzw. die Schule gehen.

    Diagnostik

    Am Beginn des rehabilitativen Verfahrens wird für jeden Patienten unter Berücksichtigung möglicher Vorbefunde ein individueller Diagnostikplan erstellt. Hierzu zählen Laboruntersuchungen, Lungenfunktionsanalysen mit und ohne Belastung und gegebenenfalls Sensibilisierungstestungen. Psychologische und ergotherapeutische Leistungs-und Verhaltensbeurteilungen können zusätzlich erfolgen.

     

    Lungenfunktionsdiagnostik (Impulsoszillometrie)

    Mit der IOS (Impulsoszillometrie) werden die Atemwegswiderstände bis tief in die Peripherie der Lunge gemessen. Unterschiedliche Tonhöhen des erzeugten Schalls zeigen den Ort der Erkrankung an. So können therapeutische Maßnahmen zielgenauer durchgeführt werden. Eine zuverlässige Diagnostik wird schon bei Kindern ab 3,5 Jahren möglich.

    Therapie

     

    Medikamentöse Therapie

    Einsatz von Bronchodilatatoren und Entzündungshemmern unter Überprüfung der richtigen      Inhalationstechnik.

      

    Physiotherapie

    • Atemtherapie zur Verbesserung der Atemzugtiefe
    • Abtransport von Schleim durch Förderung der Sekretmobilisation
    • Steigerung der körperlichen Belastbarkeit
    • Förderung von Koordination und Bewegungsfreude
    • Verbesserung der Körperhaltung
    • Beurteilung der Peak-Flow-Werte im Verlauf

    Sporttherapie

    Durch den Sport wird die Muskulatur, insbesondere die Atemmuskulatur, trainiert und dadurch die körperliche Leistungsfähigkeit gesteigert, aber auch die Abwehrkräfte gestärkt.

     

    Klimatherapie

    Unter dem naturheilkundlichem Gesichtspunkt stellen Sonne, Wind und Meer natürliche Reize dar, die die körpereigene Fähigkeit zur Gesundheitsstabilisierung aktivieren können. Die Klimatherapie ist somit ein wesentlicher begleitender Bestandteil in der schulmedizinischen Behandlung beim Asthma bronchiale.

     

    Psychologische Betreuung

    Durch ein allgemeines Verhaltens-/Stressbewältigungstraining, Entspannungsübungen und dem Training sozialer Fertigkeiten wird die Akzeptanz zur chronischen Erkrankung gefördert und die Selbstwirksamkeit im Krankheitsmanagement gestärkt. Dies kann zum Abbau oder zur Vermeidung reaktiver depressiver Verstimmungen beitragen und gleichzeitig den intrafamiliären Stress reduzieren.

     

     

    Asthmaschulung

    Grundlagefür die hausinterne Asthmaschulung bildet das modulare Schulungsprogramm der AGAsthmaschulung von Frau Gitta Brockmann und Herrn Rüdiger Schipanski.

    Ziele dieser Asthmaschulung im Kindes- und Jugendalter sind:

     

    • verbessertes  Wissen über die Krankheit
    • Erlernen von Notfallvermeidungsmaßnahmen
    • größere Selbstständigkeit im Umgang mit der Erkrankung
    • Unterstützung bei der psychologischen Krankheitsbewältigung, sowohl persönlich-individuell als auch familiär
    • Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit
    • Teilnahme an sportlichen Aktivitäten
    • weniger Fehlzeiten in der Schule
    • weniger notfallbedingte Krankenhausaufenthalte

     

    Geschult werden Kinder in altersgerechten Gruppen ab 5/6 Jahren.