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    Unser Behandlungskonzept

    Eine stationäre Rehabilitationsbedürftigkeit von Kindern und Jugendlichen ergibt sich aus der zusammenfassenden Bewertung aller sozialmedizinischen Kriterien.Diese sind gegeben, wenn nach Ausschöpfung aller verfügbaren ambulanten Behandlungsmöglichkeiten das Therapieziel nicht erreicht werden kann und dadurch eine Beeinträchtigung droht oder diese bereits eingetreten ist und darüberhinaus eine günstige Beeinflussung der Gesundheit durch ein stationäres rehabilitatives Verfahren zu erwarten ist. Die Entscheidung zur Durchführung einer rehabilitativen Maßnahme sollte im Idealfall auf einer gemeinsamen Entscheidung von betroffenem Kind bzw. Jugendlichen, seiner Eltern und dem behandelnden Arzt basieren.

    Aus ärztlicher Sicht sind für die Frage, ob eine rehabilitative Maßnahme initiiert ist, die individuellen Auswirkungen einer Krankheit im Alltag maßgeblich sowie die Faktoren, die darauf Einfluss nehmen.

    In Bezug auf das biopsychosoziale Modell versteht man unter Gesundheit die Fähigkeit des Menschen, unterschiedliche Störungen auf beliebiger Systemebene autoregulativ zu bewältigen bzw. pathogene Faktoren ausreichend wirksam zu kontrollieren. Fehlt dem Menschen die autoregulative Kompetenz zur Bewältigung von aufgetretenen Störungen, stellt sich „Krankheit“ ein. Unter dem Gesichtspunkt des biopsychosozialen Modells ist Krankheit bzw. Gesundheit nicht die Beschreibung eines Zustandes, sondern viel mehr als dynamisches Geschehen zu begreifen.

    Zur Beschreibung dieses funktionellen Gesundheitszustandes, möglicher Behinderungen oder sozialer Beeinträchtigungen sowie relevanter Umweltfaktoren von Menschen eignet sich die internationale Klassifikation der Funktionen, Behinderung und Gesundheit (ICF).

    Zu den Komponenten der ICF gehören die Begriffe „Funktionsfähigkeit“, „Behinderung“ und
    „Kontextfaktoren“.

    Die Wechselwirkungen zwischen den Komponenten der ICF sind in der nachfolgenden Abbildung dargestellt:

      

    Zentrale Aufgabe und Ziel einer stationären Rehabilitation ist die Wiederherstellung oder wesentliche Besserung der Funktionsfähigkeit, insbesondere auf der Ebene der Aktivität und der Partizipation (Teilhabe einer Person).

    Bei Kindern und Jugendlichen geht es im Gegensatz zu Erwachsenen nicht um die erneute Wiedereingliederung in einen ausgeübten Beruf, sondern vielmehr darum, sie auf das spätere
    Erwerbsleben zu befähigen.