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    Krankheiten der Haut

    Das atopische Ekzem ist eine chronisch entzündliche Erkrankung der Haut, die überwiegend schon im Säuglingsalter beginnt. Bei konsequenter Therapie kann die Ekzemneigung bei 70 bis 80 % der Kinder bis zum 12. Lebensjahr deutlich gebessert werden. Das Krankheitsbild führt häufig zu starkem Juckreiz und gestörtem Schlaf und schränkt dadurch die Lebensqualität der Kinder ein. 



    Eine Schwester behandelt die Gesichtsaut eines jugendlichen Mädchenn mit einem Gerät



    Die Lebensqualität verbessern

    Die Therapie muss sich am jeweiligen Hautzustand orientieren. Bei Kindern und Jugendlichen besteht die Therapie ausschließlich in der sogenannten Externatherapie (vonaußen). Man unterscheidet zwischen einer antiseptischen Lokaltherapie bei bakterieller Superinfektion und einer antiinflammatorischen Therapie beideutlicher Hautrötung. Zum Einsatz kommen auch Bäder mit ganz unterschiedlichen Zusätzen. Wesentlicher Bestandteil in der Behandlung des atopischen Ekzems istdie Barrieretherapie mit rückfettenden Salben und/oder Cremes und ggf. die Meidung von bekannten Provokationsfaktoren. Durch diese Stufentherapie kann der Hautzustand verbessert werden, senkt gleichzeitig den Juckreiz und verbessert den Schlaf. Dies wirkt sich insgesamt positiv auf die Lebensqualität der Betroffenen aus und fördert damit die Akzeptanz für die Erkrankung. 


    Indikationen

    • Atopisches Ekzem (Neurodermitis)
    • Schuppenflechte
    • Akne vulgaris
    • Ichthyosis vulgaris, congenita


    Behandlungsziel

    • Erwerb von Kenntnissen zur Entstehungder Erkrankung und den Therapiemöglichkeiten
    • Kompensation der Barrierestörung an der Haut
    • Behandlung einer zugrunde liegenden Entzündung 
    • Vorbeugen von Rezidiven durch Erkennen und Meiden von Provokationsfaktoren

    Diagnostik

    Diese ist in Bezug auf das atopische Ekzem („Neurodermitis“) im Rahmen eines rehabilitativen Verfahrens nur sehr eingeschränkt notwendig und bezieht sich allenfalls auf die Sensibilisierungsdiagnostik bei klinisch nachgewiesener Nahrungsmittelallergie oder gegenüber Pollen.

     


    Therapie

    Medikamentöse Therapie

    Bei Kindern und Jugendlichen besteht die Therapie ausschließlich in der sogenannten Externatherapie (von außen). Diese ist am jeweiligen Hautzustand ausgerichtet.Man unterscheidet zwischen einer antiseptischen Lokaltherapie bei bakterieller Superinfektion und einer antientzündlichen bei deutlicher Hautrötung. Zum Einsatz kommen außerdem Bäder mit unterschiedlichen Zusätzen.

    Wesentlicher Bestandteil in der medikamentösen Therapie ist aber immer die sogenannte Barrieretherapie und rückfettenden Salben und Cremen. 

     

    Klimatherapie

    Besonders geeignet ist ein Seeklima mit aeroallergenarmer Umgebung, auch das Baden im salzhaltigen Meerwasser unterstützt häufig den Heilungsprozess der Haut.

     

    Balneo/Physiotherapie

    Wasser als Therapeutikum ist ein wesentlicher Baustein in der Behandlung, gerade bei deutlich ausgeprägter Hautrötung. Geeignet sind Zusätze mit Sole und Öl. Sie dienen zudem der Muskelentspannung, fördern die Durchblutung und bauen Stress ab. Ergänzt wird die Therapie durch regelmäßige Saunabesuche, Kneipp- güsse und das Bewegungsbad. 

     

    Entspannungsverfahren

    Regelmäßige Entspannungsübungen dienen dem Stressabbau und können außerdem zur Juckreizminderung beitragen.

     

    Psychologische Betreuung

    Einzel- und Gruppengespräche basieren auf verhaltensmedizinischen Erkenntnissen und berücksichtigendie Bereiche

    •  Verbesserte Akzeptanz zu einer chronischen Erkrankung
    • Förderung der Selbstwirksamkeit
    • Verbesserter Umgang mit der Erkrankung, insbesondere bei Schüben, im familiären Setting
    • Unterstützung in der Alltagskompetenz

     

    Neurodermitisschulung

    Grundlagefür die Neurodermitisschulung bildet das Handbuch der Arbeitsgruppe Qualitätsmanagement der AG Neurodermitisschulung im Kindes und Jugendalter (AGNES).

    Ziele der Schulungen sind:

     

    • positive Beeinflussung des Ekzemverlaufs
    • Verbesserung von Bewältigungsstrategien und Lebensqualität
    • Meidung von psychischen Belastungen in der Familie
    • Reduktion von krankheitsbedingten Fehlzeiten in der Schule
    • Minimierung von Arztbesuchen
    • Vermeidung sogenannter alternativer Heilmethoden

     

    Die Inhalte der Schulung sind in 6 Module à 45 min aufgeteilt.